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Jun 14

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Das „Superteam“ hat Enormes geleistet

7197939_m3w760h500q75s1v16440_1M4W9NEs steckt viel Geschichte in den alten Mauern“, stellten die Festgäste am Sonntagvormittag fest, als im Gasthaus „Zum Hirschen“ anlässlich des 400-jährigen Bestehens ein Frühschoppen mit besonderen Gästen stattfand, darunter Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Landrat Thomas Habermann, Bürgermeister Emil Sebald und der jetzige Besitzer des Gebäudes, Herbert Brust, Chef der „Karmeliter Bräu“.

Gleichzeitig feierte die Theatergruppe ihr 30-jähriges Bestehen.

Begleitet von der Großeibstädter Musikkapelle, zogen die Festgäste nach der Kirche ins Wirtshaus, wie es früher üblich war. Zwei Unterschiede gab es, wie Fredi Breunig später feststellte: Damals war die Kirche voll und nur die Männer gingen zum Frühschoppen, die Frauen kochten inzwischen die Klöß‘.

Reichlich Wasser von oben

Barbara Stamm entschuldigte sich fast, weil sie den Regen anscheinend mitgebracht hatte. Improvisieren war angesagt, denn das Bühnendach im Hof des Gasthauses konnte dem Wasser kaum standhalten. So blieb man unter dem Dach der ehemaligen Freiluft-Kegelbahn und jeder fand einen trockenen Platz, auch die Musikkapelle, die in der Scheune optisch verborgen, aber gekonnt wie immer agierte.

„Ich komme gern zu solchen Veranstaltungen“, sagte Barbara Stamm, die es gut fand, dass heute auch Frauen zum Frühschoppen gehen.

Die Wirtshauskultur sollte gepflegt werden, meint sie, denn man schätze das Gasthaus im Ort erst, wenn es nicht mehr vorhanden ist. „Erst geht man nicht hin und dann wird’s vermisst.“ Sie lobte die Aktivitäten der Theatergruppe, ihren Zusammenhalt und die Gemeinschaft und überreichte an den Bürgermeister einen Erinnerungsteller.

Mittelpunkt des Gemeindelebens

Bürgermeister Sebald erinnerte daran, dass das Wirtshaus bis in die 80er-Jahre Mittelpunkt des Gemeindelebens war, dort wurde gefeiert, getanzt und gekegelt. Als die Familie Grüb aus Altersgründen aufgeben musste, kaufte die „Karmeliter Bräu“ das Haus und die Theatergruppe nutzt es sporadisch.

Das Superteam lobte er besonders, es habe unzählige Arbeitsstunden investiert und im Verlauf von 30 Jahren vielen Menschen Freude bereitet.

Man sei hier nicht in „Neuscht“, sondern in „Grössenneuscht“, klärte Landrat Thomas Habermann die Landtagspräsidentin auf. Er bedankte sich bei Herbert Brust und lobte die guten Brauereien im Landkreis. Die Geschlechterrollen hätten sich geändert, heute gehen die Frauen mit ins Wirtshaus, das wirke sich gemeinschaftsfördernd aus. Er regte an, die Kirche im Dorf zu lassen, alles mit Gelassenheit zu regeln und die Leute nicht bürokratisch zu schikanieren, wenn sie alte Bausubstanz erhalten.

Einkehr bei der Grüb’s Klara

Stellvertretender Landrat Josef Demar hatte ganz persönliche Erinnerungen an das Gasthaus, denn wenn es in der Baubranche eine Schlechtwetterpause gab, war die Grüb’s Klara immer ein Anlaufpunkt, auch am frühen Morgen.

7197940_2_1M4WB2Interessante Fragen hatte Fredi Breunig an die Gäste, unter anderem ging er auf die im Internet frei zugänglichen Termine der Landtagspräsidentin ein und stellte fest, dass Barbara Stamm als gebürtige Baden-Württembergerin auch einen „Migrationshintergrund“ hat.

Nicht mehr zum Nockherberg

Ob sie ein echter Wagner-Fan sei oder nur wegen der Presse dorthin gehe, wollte er wissen und sprach das Aufregerthema „Nockherberg“ an. Stamm brachte Licht in die Angelegenheit, denn es ist bekannt, dass sie ihre Teilnahme am nächsten „Derblecken“ abgesagt hat. Wie sie berichtete, hatte sie sich über Bemerkungen gegenüber Sozialministerin Emilia Müller aufgeregt. „Man kann derblecken, aber wenn’s dermaßen unter die Gürtellinie geht…“, so ihr Kommentar.

Älter als das Gasthaus

Der Ausspruch vom Paulaner-Chef, die Politiker würden sich drei Tage lang aufregen und dann wollten sie doch wieder eingeladen werden, war ihr Anlass, abzusagen. Weitere interessante Themen wurden angesprochen, darunter auch die Brauerei Karmeliter, die 1352 gegründet wurde, also älter ist als das Gasthaus „Zum Hirschen“.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Frühschoppen wie es sich gehört abgeschlossen. Am Nachmittag fand mit dem Wirtshaussingen gemeinsam mit der Prominentenband aus Bad Königshofen der letzte Teil des Festwochenendes statt.

Main Post 14.06.2016 Text und Bilder Regina Vossenkaul

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